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Klaus Winkler Klaus Winkler

 

Vorsitzender der Geschäftsführung
Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH


Begleitwort

Als ich von der Idee für dieses Buch hörte, war ich zunächst überrascht. Mein Haus wickelt seit mehr als 20 Jahren komplexe Kundenaufträge unter der Federführung von Projektleitern ab. Wir hielten und halten dies für die beste Antwort auf die Herausforderungen von Projekten, die eher dem Anlagenbau zuzuordnen sind, als dem klassischen Serienmaschinenbau. Seit mehr als 10 Jahren gibt es bei HELLER bereichsübergreifende Organisationsprojekte. Die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg hat auch in unserem Haus seit 2009 zu Restrukturierungsprojekten geführt. Hier schien eine Projektorganisation als die beste Antwort auf zusätzliche Herausforderungen. Doch dann wurde ich nachdenklich.

Auch nach 20 Jahren gibt es immer wieder Situationen, in denen die zwingenden Anforderungen einer termin- und kostengerechten Abwicklung von Kundenprojekten zu Kompetenzstreitigkeiten zwischen den (Kunden)Projektleitern und den Linienverantwortlichen führen. Auch wir erleben Organisationsprojekte, bei denen hervorragende Arbeitsergebnisse nicht genauso erfolgreich umgesetzt werden, weil die Linie von anderen Erarbeitetes nicht akzeptieren will. Auch bei uns ist das Management immer wieder mehr als geplant gefordert. Zwischen den Verantwortlichen für Projekte und den operativen Bereichen muß vermittelt werden, obwohl doch eigentlich alle von den im Projekt entwickelten Ideen profitieren sollten. Auch kommt es vor, daß der Vorschlag an einen Linienverantwortlichen, auf Zeit ein Projekt zu übernehmen nur beschränkte Begeisterung auslöst. Trotz Interesse an vom Tagesgeschäft losgelösten Themen, wird eine solche Aufgabe oft als side-step empfunden, der in die Sackgasse führen könnte. Zusätzliche Aufgaben in der Linie erscheinen eher als ein logischer nächster Schritt in der persönlichen, beruflichen Weiterentwicklung.

Solche Erfahrungen kommen nach einigem Nachdenken hoch. Es gibt noch ungelöste Themen. Es gibt noch nicht abschliessend beantwortete Fragestellungen. Es gibt noch Raum für Verbesserungen und daher durchaus noch Bedarf für weitere Antworten und eine nochmalige systematische Auseinandersetzung mit dem Thema. Und dies, obwohl doch eigentlich seit vielen Jahren enorme Erfahrung mit Projekten aufgebaut wurde und besteht.

Das nun veröffentlichte Buch geht auf diese Fragestellungen ein. Es kommt aus der Praxis. Es spiegelt vielfältige, langjährige Erfahrung wider. Möge es allen Lesern Anregungen bieten, Projekte noch bewusster zu starten, noch konsequenter und klarer zu führen, vor allem noch erfolgreicher in die Praxis umzusetzen.


Dr. Dietmar Lange Dr. Dietmar Lange

 

Initiator und langjähriger Vorstand
Fachverband Projektmanagement


Begleitwort

Projekte werden heute in weitaus größerer Zahl und Umfang von Unternehmen wie auch von anderen Organisationen initiiert, ge-
plant, gesteuert und schließlich ausgewertet, bevor die Nutzung der Ergebnisse des Projekts beginnt - und vielleicht Anstoß für einen nächsten Projektzyklus gibt.

Mit Zahlen quer über Unternehmen, Verbände, Kirchen usw. ist der Eindruck schwerlich zu untermauern, und so erregen einzelne Studien schon eine besondere Aufmerksamkeit, wie dies z.B. mit der Studie "Deutschland 2020" der Deutsche Bank Research Ende 2007 geschah. Im Fokus stand dabei der Begriff „Projektwirtschaft“. Diese spezielle, neue Form der firmenübergreifenden Zusammenarbeit in und mit Projekten soll bis zum Jahr 2020 ihren Anteil von 2 % auf 15 % der gesamten Wertschöpfung in Deutschland steigern. Die Projektmanager in den Unternehmen werden es mit Freude vernommen haben, wird doch damit ihre Funktion und Bedeutung in ein neues, helleres Licht gerückt.

Mehr Projektwirtschaft heißt aber nicht schon, dass durch mehr Aufmerksamkeit von Seiten des Managements, verbesserte Ausbildung der Projektleiter, zahlreichere Software-Lizenzen für PM-Tools usw. ein höherer Anteil erfolgreich abgeschlossener Projekte entsteht, wie regelmäßige Befragungen in den Unternehmen ergeben. Grob vereinfacht zeigt bisher etwa die Hälfte der Projekte nicht die gewünschte Performance, ohne dass es jedoch zum "Aus" für die Projekte geführt hätte. Die andere Hälfte der Projekte ist wiederum zur Hälfte erfolgreich, und der Rest der Projekte wird (vorzeitig) abgebrochen.

Hier setzen nun die vier Autoren an, die allesamt langjährig als Unternehmensberater tätig sind und sich über Erfahrungen und Vorgehen für die Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater qualifizierten. Sie sind einerseits Anwender von Projektmanagement, wenn sie branchen- oder funktionsbezogene Beratungsaufträge für ihren Klienten abwickeln. Anderer-
seits schneidern sie aus dem Stoff des Projektmanagements Produkte bzw. Dienstleistungen und bieten sie als weitere Markt-
leistungen den Klienten an, z.B. zur Einführung von Projektmanagement.

Aus beiderlei Kenntnissen und Erfahrungen reißen nun die Autoren Dieter Coy, Jochen Müller, Ulrich Wiener und Reinald Wolff das Thema Projektmanagement auf und fokussieren dabei auf einen speziellen Aspekt, wie nämlich die Beauftragung, Planung, Steuerung des Projekts durch die "Linienorganisation" erfolgen sollte, und welche Kenntnisse und Erfahrungen die Führungskräfte der Linie benötigen und einsetzen sollten, um ihre besondere Rolle als Auftraggeber für die Projekte optimal wahrnehmen zu können.

Wieder ein Buch mehr über das beinahe unerschöpfliche Thema Projektmanagement, aber eins, das nicht den Projektleiter und das Projektteam in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Durch die Unterstützung der Führungskräfte der Linie könnte es schon eher den Anteil erfolgreicher Projekte zu erhöhen helfen.

"Happy projects !"

Stuttgart, im September 2010


Dr. Ansgar Kriwet Dr. Ansgar Kriwet

 

Festo AG & Co. KG
Vorstand Region and Sales Europe


Begleitwort

Immer mehr Industrieunternehmen erkennen heute den Vorzug einer Projektorganisation in Ergänzung zu der in der Regel bestehenden funktional gegliederten Linienorganisation. Mit dem Projektleiter wird damit ein neuer Aufgabentypus im Unternehmen geprägt, der in seinem Verantwortungs- und Entscheidungsumfang über die bisherigen koordinativen Aufgaben deutlich hinaus geht. Der Projektleiter ist umfassend verantwortlich für den Erfolg des ihm übertragenen Projektes, ein Verantwortungsumfang, der nur mit der Geschäftsführungsfunktion einer funktionalen Organisation zu vergleichen ist.

Die Installation dieser Rolle verlangt aber nicht nur entsprechende Projektleiterpersönlichkeiten, die entsprechend ausgewählt und durch ein gezieltes Schulungs¬programm auf diese Aufgabe hingeführt werden müssen, sondern sie verlangt insbesondere auch einen Wandel im Rollenverständnis der klassischen funktionalen Organisation. Ohne diesen Wandel kann auch ein hervorragender Projektleiter im Unternehmen nicht erfolgreich sein.

Viele Unternehmen tun sich mit diesem Transformationsprozess schwer, denn er bedeutet letztendlich einen Machtverlust der Linienorganisation. Es vergehen Jahre zwischen dem Start der Entwicklung einer neuen Rolle „Projektleiter“ bis hin zu deren erfolgreicher Implementierung.

Der Prozess wird letztlich nur gelingen, wenn das Unternehmen den Vorteil der Projektorganisation, nämlich die Unterteilung der Geschäftstätigkeit in definiert steuerbare und kontrollierbare Teileinheiten mit klarem Auftrag, klaren Verantwortlichkeiten und klaren Erfolgskriterien erkannt hat.

Die Firma Festo hat diesen Prozess vor 7 Jahren begonnen und aus heutiger Sicht wäre die drastisch gestiegene Komplexität und Dynamik unseres Geschäftes ohne diese Organisation überhaupt nicht abwickelbar gewesen.

Das vorliegende Buch beleuchtet das Selbstverständnis dieser Projektmanagement-Kultur, ihrer Herausforderungen und Erfolgsvoraussetzungen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und eine erfolgreiche Umsetzung in Ihrem Unternehmen.

Ansgar Kriwet
im Juni 2010

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