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B-BL-UC-2-Begleitwort-Bild-Struck-www.jpg (11079 Byte) Dr. Jochen Struck
Direktor

 

KfW Bankengruppe
Vertriebsunterstützung/-research

 

 

 

 

 

 

 

Begleitwort

Unternehmen unterscheiden sich im Hinblick auf ihre Erfolgsfähigkeit nicht darin, ob sie auch einmal in eine Krise ge-
raten oder nicht. Jedes Unternehmen durchläuft irgendwann krisenartige Situationen. Der entscheidende Unterschied liegt vielmehr im Umgang mit solchen Krisensituationen. Die einen Unternehmenslenker scheinen sich intuitiv an das bekannte Bild mit den drei Affen zu erinnern, die das Böse mit schlichter Ignoranz besiegen wollen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen). Die Anderen versuchen es mit dem anderen Extrem: die Verantwortung für das eigene Unter-
nehmen wird einfach an einen oder mehrere Berater delegiert. Dann hat man wenigstens einen Schuldigen, wenn es nicht klappt. Meistens kommt die Einbindung des externen Experten jedoch viel zu spät, es wurde nicht der passende Experte ausgewählt und es wird übersehen, dass die vermeidliche Abgabe der Verantwortung lediglich eine Illusion ist: für die Schulden, die bei einer Insolvenz bleiben, muss selbstverständlich der Unternehmer aufkommen und nicht der Berater.

Ein erfolgversprechender Weg für den Turn-Around und damit für die Steigerung der Rentabilität muss also anders aus-
sehen. Wichtigste Voraussetzung ist die Bereitschaft, mit bedingungsloser Offenheit die Ursachen der Fehlentwicklung aufzuspüren. Dazu zählt auch, eigene Fehler erkennen zu wollen und das eigene Geschäftsmodell in Frage zu stellen. Empfehlenswert ist dann die Einbindung eines externen Experten, der relativ schonungslos die nüchternen Fakten strukturiert und Lösungsvorschläge machen kann.

Schon in einer Krise angelangt, ist die Einbindung eines externen Experten allerdings für viele Unternehmer und Unter-
nehmerinnen nicht so einfach zu bewerkstelligen. Die Einen befürchten, damit ihre eigene Unfähigkeit zu bekunden, den Anderen fehlen schlichtweg die finanziellen Mittel. Gerade für kleine und mittlere sowie junge Unternehmen bietet die KfW daher Hilfen bei der Einbindung eines kompetenten Beraters an. Mit der KfW-Beraterbörse kann eine erste Verdichtung der infrage kommenden Berater und Beraterinnen vorgenommen werden.

Gute Beratung kostet natürlich auch Geld. Um Unternehmen mit Liquiditätsengpässen den Einsatz eines externen Experten zu ermöglichen, unterstützt die KfW über ihre Förderprogramme der Beratungsförderung daher auch gezielt die Finanzierung der entstehenden Beratungskosten. Für Unternehmen in Krisensituationen stehen die Runden Tische sowie die Turn-Around-Beratung zur Verfügung. Bei den Runden Tischen wird ein aus der KfW-Beraterbörse auszu-
wählender Berater faktisch zum Nulltarif für einen festgelegten Zeitraum tätig (nur Reisekosten und Mehrwertsteuer müssen ggf. vom Unternehmen getragen werden). Nach kurzer Zeit liegen eine Schwachstellenanalyse und erste Lösungsvorschläge vor. In manchen Fällen kommt der Berater allerdings auch zu der Empfehlung, das Vorhaben besser zu beenden.

Bestätigt die Schwachstellenanalyse positive Erfolgsaussichten, benötigt das Unternehmen aber oft noch eine Be-
gleitung in der nächsten Phase des Turn-Arounds. Oft setzt eine nachhaltige Umsetzung der Maßnahmen die Installation and Anwendung neuer Instrumente und Verfahrensweisen, nicht selten auch Verhaltensänderungen des Unternehmers selbst voraus. Mit der Turn Around-Beratung bietet die KfW für diese entscheidende Phase aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gespeiste Zuschüsse an.

Womit aber noch einmal das Thema der Verantwortung für die Unternehmensentwicklung zu behandeln wäre. Ein externer Experte kann aussagekräftige Analysen anfertigen, Lösungswege vorschlagen und bei der Umsetzung be-
gleiten. Die Verantwortung und damit auch die Entscheidung, welcher Weg gegangen und welche Maßnahmen um-
gesetzt werden, verbleibt aber (natürlich) beim Unternehmer. Er kennt sein Unternehmen wie kein anderer (jedenfalls sollte das so sein!) und er trägt die Konsequenzen jedweden unternehmerischen Handelns. Jedem Unternehmenslenker ist also dringend zu empfehlen, sich in einem Mindestmaß selbst informiert zu halten – und zwar unabhängig von seinem Berater. Dazu leistet die vorliegende Buchreihe „Unternehmenscoaching“ von Jürgen Arnold eine wichtige Hilfestellung. Sie gibt einen Einblick in zentrale Themenfelder und Instrumente auf dem Weg zu einer verbesserten Rentabilität und einem erfolgreichen Turn-Around. Ich Wünsche allen Lesern das sprichwörtliche „richtige Händchen“, wenn es darum geht, diese Informationen gewinnbringend für sich auszuwerten und anzuwenden.

Ihr Jochen Struck

 

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