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Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland

Thorsten Westhoff

 

Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren
Deutschland

 


Der Businessplan als work in progress


Begleitwort

Gründen ist und bleibt ein Wagnis - und in Deutschland gibt es immer noch überdurchschnittlich viele Menschen, die erst dann dieses Wagnis eingehen, wenn nichts anderes mehr geht. Menschen aber, die nicht erst arbeitslos werden müssen, um von der Selbständigkeit fasziniert zu sein, sehen oft vor lauter Ideen und Tatendrang die Fallstricke nicht. Und auch wenn sie schon nächtelang über begeisterte Kunden und Expansionschancen philosophiert haben, haben sie noch lange keinen Überblick.

Vielleicht bringt sie dann das erste Gespräch mit dem Bankberater zur Besinnung - zumal der selbst durch Basel II und die schwierigen Geschäftslage seines Arbeitgebers unter gehörigem Druck steht. Und schon vorher kann es passieren, dass ihnen der berühmte potentielle Investor im Fahrstuhl begegnet, der bis zum 20. Stock von der "interessanten" Geschäftsidee überzeugt werden will - und den kleinen Raum mit einem freundlichen Lächeln verlässt. Wer nicht innerhalb von 60 Sekunden erklären kann, was ihn befeuert, hat im Wettlauf um Kredite und Beteiligungskapital schon verloren. - Denkt der Gründer und sollte sich darum schnellstmöglich an die Erstellung eines Businessplanes setzen.

Denn der Businessplan gibt zuallererst einen Raum zum gründlichen Nachdenken. Was macht mein Produkt eigentlich aus? Was macht es einzigartig? Was brauche ich, um es herzustellen? Wer wird es möglicherweise kaufen, wer und warum darauf verzichten? Wie und zu welchem Preis bringe ich es an Mann und Frau? Wie reagiert die Konkurrenz? Was kann bei der ganzen Sache schief gehen? Wie viel Geld brauche ich eigentlich? Welche Rechtsform? - Alle diese Fragen müssen hier systematisch und realistisch und anschaulich beantwortet werden. So dass der Gründer, wenn er das Ganze ernsthaft betreibt, am Ende der zwanzig oder dreißig Seiten auch selbst viel besser durchblickt.

Natürlich kann es ihm dann trotzdem noch passieren, dass der smarte Vertreter einer Venture-Capital-Gesellschaft auf einen Blick belastbare Zahlen zur Marktgröße, zur Wettbewerbssituation oder zum Wachstumspotential vermisst. Dass der geradezu bohrend nachfragt, über was für Managementerfahrungen der Gründer denn eigentlich verfügt. Und wovon er in den Jahren der Anschubphase leben will. Doch erstens lässt sich jeder Businessplan verbessern. Zweitens weiß man inzwischen, wie sich auch in 52 Sekunden das Wichtigste sagen lässt. Und drittens ist ein Businessplan gar nicht darauf angelegt, einmal erstellt und dann nur noch bei nostalgischem Bedarf hervorgeholt zu werden.

Der Businessplan ist vielmehr der ständige Begleiter, mit dem man sich immer neu über die Eckpfeiler des Unternehmens und seiner Entwicklung unterhält. Den die Geldgeber hervorziehen, wenn sie beim monatlichen Report wieder einmal nicht zufrieden sind. Und der einem hilft, bei Tochtergründungen, der Einführung neuer Produkte oder bei Umstrukturierungen diesseits der Leitplanken zu bleiben - als work in progress.

Jeder Gründer sollte darum so früh wie möglich an seinem Businessplan schreiben - wohlgemerkt: nicht etwa schreiben lassen. Und jeder Gründer wird darum auch wertvolle Hinweise in diesem Band finden. Als Bundesvorsitzender des größten deutschen Verbandes junger Unternehmer und Führungskräfte wünsche ich Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Ideen viel Erfolg!

 

Thorsten Westhoff

Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland

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